Die Werkstoffe der Druckgefe und ihrer Ausrstungsteile mssen mit dem Inhalt vertrglich sein und drfen mit ihm keine schdlichen oder gefhrlichen Verbindungen bilden.

Der Prfdruck und der Fllfaktor sind nach den zutreffenden Vorschriften des Absatzes (5) zu berechnen.

Giftige Stoffe, mit einem LC50-Wert von hchstens 200 ml/m drfen nicht in Groflaschen, Druckfssern oder MEGC befrdert werden und mssen der Sondervorschrift fr die Verpackung k entsprechen. UN 1975 Stickstoffmonoxid und Distickstofftetroxid, Gemisch, darf jedoch in Druckfssern befrdert werden.

Druckgefe, die pyrophore Gase oder entzndbare Gemische von Gasen mit mehr als 1 % pyrophore Verbindungen enthalten, mssen der Sondervorschrift fr die Verpackung q entsprechen.

Notwendige Manahmen zur Verhinderung gefhrlicher Reaktionen (d.h. Polymerisation oder Zerfall) whrend der Befrderung sind zu treffen. Soweit erforderlich ist eine Stabilisierung durchzufhren oder ein Inhibitor hinzuzufgen.

Gemische mit UN 1911 Diboran sind bis zu einem Druck zu befllen, bei dem im Falle des vollstndigen Zerfalls des Diborans zwei Drittel des Prfdrucks des Druckgefes nicht berschritten werden.

Gemische mit UN 2192 Germaniumwasserstoff (German), ausgenommen Gemische mit bis zu 35 % Germaniumwasserstoff (German) in Wasserstoff oder Stickstoff oder bis zu 28 % Germaniumwasserstoff (German) in Helium oder Argon, sind bis zu einem Druck zu befllen, bei dem im Falle des vollstndigen Zerfalls des Germaniumwasserstoffs (German) zwei Drittel des Prfdrucks des Druckgefes nicht berschritten werden.

Gemische aus Fluor und Stickstoff mit einer Fluorkonzentration von weniger als 35 Volumen-% drfen in Druckgefe bis zu einem hchstzulssigen Betriebsdruck gefllt werden, bei dem der Fluorpartialdruck 3,1 MPa (31 bar) (absolut) nicht bersteigt.

Betriebsdruck (bar) < (31 / xf) -1

wobei:
xf = Fluorkonzentration in Volumen-%/100.

Gemische aus Fluor und inerten Gasen mit einer Fluorkonzentration von weniger als 35 Volumen-% drfen in Druckgefe bis zu einem hchstzulssigen Betriebsdruck gefllt werden, bei dem der Fluorpartialdruck 3,1 MPa (31 bar) (absolut) nicht bersteigt, wobei bei der Berechnung des Partialdrucks zustzlich der Stickstoff-quivalenzkoeffizient gem Norm ISO 10156:2017 bercksichtigt wird.

Betriebsdruck (bar) < (31 / xf) * (xf +Kk * xk) - 1

wobei:
xf = Fluorkonzentration in Volumen-%/100
Kk = quivalenzkoeffizient eines inerten Gases in Bezug auf Stickstoff (Stickstoffquivalenzkoeffizient)
xk = Inertgaskonzentration in Volumen-%/100.

Der Betriebsdruck fr Gemische aus Fluor und inerten Gasen darf jedoch 20 MPa (200 bar) nicht bersteigen. Der Mindestprfdruck von Druckgefen fr Gemische aus Fluor und inerten Gasen entspricht dem 1,5-fachen des Betriebsdrucks oder 20 MPa (200 bar), wobei der grere Wert anzuwenden ist.